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Der Hafen Warnemünde – die Perle an der Ostseeküste

 

Schon weit vor den Toren Warnemündes lassen sich die Schornsteine der Kreuzfahrtschiffe gut erkennen. Sie thronen über den Dächern des ehemaligen Fischerdörfchens und künden von einer neuen Epoche in der bewegten Historie des Warnemünder Hafens.

Nach der politischen Wende in der DDR begann im Hafen Warnemünde eine Erfolgsgeschichte, die ihres gleichen sucht: Die Kreuzfahrtschiffe eroberten den Hafen Warnemünde. Sie sind seither zu einem der bekanntesten Markenzeichen Rostocks und Warnemündes avanciert. Der Port Warnemünde ist zum Synonym für Luxus und Kreuzfahrten geworden.

Mehrere hunderte Millionen Euro sind seit 1990 in den Hafen Warnemünde investiert worden. Vor allem in die Infrastruktur wurden finanzielle Mittel gepumpt, um den Hafen Warnemünde wettbewerbsfähig zu gestalten.

So wurde beispielsweise das neue Cruise Center gebaut und der Liegeplatz P8 im Werftbecken im Hafen Warnemünde geschaffen. Und weitere Großprojekte, die den Standort Hafen Warnemünde noch weiter aufwerten sollen, sind in Planung oder werden bereits realisiert.

 

 

Hafen Warnemünde

 

Im Jahr 2012 soll die neue Straßenanbindung von der Stadtautobahn zum Passagierkai im Hafen Warnemünde fertig gestellt werden. Damit gelangen Passagiere noch schneller zum Kreuzfahrt-Terminal.

Doch schon jetzt erfreut sich der Hafen Warnemünde hoher Beliebtheit. Das belegt eine Studie des Ostseeinstituts für Marketing, Verkehr und Tourismus an der Universität Rostock aus dem Jahr 2010.


Und nicht nur das: Mit 161 angemeldeten Anläufen von 33 Hochseekreuzfahrtschiffen steuert der Hafen Warnemünde in 2011 auf ein weiteres Rekordjahr zu. Rund 250 000 Seereisende aus aller Welt werden mit den Urlauberschiffen 24 internationaler Reedereien zu einem Tagesbesuch an der Warnow erwartet.

„Nie zuvor wurde ein deutscher Hafen so häufig in die Reiseplanungen der Kreuzfahrtreedereien aufgenommen wie der Passagierhafen Warnemünde für das Jahr 2011“, sagt Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, die den Kreuzfahrthafen seit dem Jahr 2002 betreibt und stetig weiterentwickelt hat.


Die Rostocker Reederei AIDA Cruises startete 2011 erstmals mit
zwei Schiffen, AIDAsol und AIDAblu, vom Hafen Warnemünde aus zu insgesamt 21 Rundreisen in die Ostsee. Die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line und die italienische Reederei Costa planen im Hafen Warnemünde weiter Teilreisewechsel.

Die Geschichte des Hafens Warnemünde ist jedoch nicht ausschließlich mit der Kreuzfahrt verbunden. Im Mittelalter war der Hafen Warnemünde einer der wichtigsten Umschlagplätze an der Ostsee. Das Markenzeichen der stolzen Flotte war der Greif - ein aus Tierkörpern gebildetes Mischwesen, halb Pferd, halb Vogel. Mit ihm am Bug wurde Handel mit Skandinavien, dem Baltikum, West- und Südeuropa betrieben.


Ende des 19. Jahrhunderts und in den folgenden Jahrzehnten verlor der Hafen Warnemünde den Anschluss. Der Hafen Warnemünde hatte bis 1945 nur eine lokale Bedeutung, und selbst die ging durch Kriegseinwirkungen verloren.

In der DDR wurde der Hafen Warnemünde zu einem leistungsfähigen Hochseehafen umgestaltet. Passagier-Tourismus spielte dabei keine Rolle. 1960 wurde der Überseehafen für die große, staatliche Handelsflotte in Betrieb genommen. Ständig ausgebaut und an die Bedürfnisse der DDR-Wirtschaft angepasst, erreichte der Überseehafen 1989 mit über zwanzig Millionen Tonnen Umschlag – überwiegend Massenschüttgütern – sein bis dahin höchstes Ergebnis.

Nach der politischen Wende und dem Wegfall der DDR-Bedürfnisse begann der lange Weg der Neuorientierung. Und dieser hieß: Industrie – und Kreuzfahrthafen.

Diese Entwicklung ist längst noch nicht abgeschlossen, doch als Zwischenfazit lässt sich feststellen: Der Hafen Warnemünde hat seinen Platz in den deutschen Ostseehäfen gefunden. Die ständig steigenden Anläufe der Kreuzfahrtschiffe zeigen, dass es der richtige Weg war, den man in Warnemünde eingeschlagen hat.